Mitsegeln und Yachtcharter
seit mehr als 21 Jahren

Skippertraining

April 2011
16.04-23.04 T1 Kroatien Skippertraining Sun Kiss 47 1 Wo. 580 €
Mai 2011
07.05-14.05 T4 Kroatien Skippertraining Sun Kiss 47 1 Wo. 585 €
Juli 2011
16.07-23.07 T14 Kroatien Skippertraining Sun Kiss 47 1 Wo. 589 €
Oktober 2011
08.10-15.10 T26 Kroatien Skippertraining Sun Kiss 47 1 Wo. 580 €

Für weitere Informationen oder Fotos bitte den Törn anklicken.

Liebe Segelfreunde!

Hier ein Bericht von Marcus, über das Skippertraining im Oktober 2008.
Viel Spass beim Lesen.

"Was soll mir die Woche bringen?" "Was habe ich mir vorgestellt?" "Was kommt auf mich zu, kann ich das überhaupt, habe ich mir zuviel vorgenommen?" Diese und ähnliche Gedanken gingen mir während den letzten Wochen vor dem Training durch den Kopf. Als begeisterter Binnensegler mit eigenem Schiff und Inhaber des schweizerischen B-Scheins (Hochsee) mit einigen Törns Erfahrungen machte ich mich also auf nach Pula. Nach einer langen Busfahrt das erwartete Wiedersehen mit unserem Trainingsschiff, der Tiger Rag und dem ersten Teilnehmer, Marius aus dem Grossraum Bayern. Sofort wurde klar, diese Woche würde toll werden. Nachdem sich Gustav aus Zürich und Wolfgang zu uns gesellten wurden erste Segelgeschichten erzählt und die Woche grob geplant. Am Nachmittag gesellten sich dann noch Anke, Ilka und Horst dazu – fertig war die Crew! Anschliessend folgte der obligate Einkauf, man spürte bereits den grossen Tatendrang. Nach einem rekordverdächtigen Einbunkern auf dem Schiff folgte um 18.00 Uhr der erste gemeinsame Apéro und die Besprechung der Wünsche für die kommende Woche. Glücklicherweise konnte bereits nach wenigen Voten die Gemeinsamkeiten gefunden werden und Wolfgang nicht ohne Stolz verkünden: "Ich denke, wir kriegen das alles hin!" So sah denn unser Programm wie folgt aus:

Sonntag/Montag/Dienstagmorgen: Hafenmanöver (seitlich, mit Bug und Heck voran, mit Spring, ohne Spring, aufstoppen, etc., etc.), Sicherheitseinweisung

Dienstagmittag bis Freitagabend: Ausflug auf die Inseln mit Etappenskippern mit folgenden Aufgaben: Navigation, Schiffsführung, Hafenmanöver, Ankern, Bojen anfahren, Buchten erkunden, Landleinen legen, Nachtfahrten, Segel setzen und bergen und – von Wolfgang mit dem Windgott souverän getimt – am Freitagnachmittag Starkwindtraining unter Segeln bei Bora

Die ersten beiden Tage vergingen wie im Flug. In abwechselnder Reihenfolge wurden die Manöver von Wolfgang zuerst erläutert und danach von allen Teilnehmern ein- resp. mehrmals geübt. Dabei zeigte sich sofort, dass wir eine ganz feine Truppe beisammen hatten, die Sozialkompetenz und die bereits vorhandene Erfahrung, resp. das Herantasten an was Neues waren Spitze! Kein böses Wort ist je gefallen, alle haben sofort und unkompliziert zugelangt – was will Mann resp. Wolfgang da noch ergänzen! Es fiel öfters die Aussage: "Jammern auf sehr hohem Niveau", wenn mal was nicht auf Anhieb geklappt hat und das will bei einem Schwaben ja schon was heissen – habe ich mir erklären lassen. Am Dienstagmorgen stellte ich eine gewisse Unruhe fest, alle wollten raus und das neu Gelernte in die Praxis umsetzen. Doch es wurde nach Mittag bis wir endlich definitiv die Leinen loswerfen und Richtung Inseln losdampfen konnten, leider keine Spur von Wind. Eine mehrstündige von einer alten Dünung begleitete Überfahrt bot Gelegenheit ausgiebig zu diskutieren, zu fachsimpeln oder ganz einfach auch nur was zu lesen resp. zu dösen. Die jeweiligen Etappenskipper lösten ihre Aufgaben meiner Meinung nach sehr gut – was jeweils in den anschliessenden Feedbackrunden auch kommentiert wurde. Nach einem gemütlichen Nachtessen in einer herrlichen Bucht wurde bei Vollmond auf Insistieren der Mädels kurzfristig eine Nachtfahrt in eine noch ruhigere Bucht absolviert. Es folgten am Mittwoch und Donnerstag die oben beschriebenen Programmpunkte mit kurzen Landausflügen. Einer der Höhepunkte war am Donnerstag nach einem herrlichen Segeltag das nicht ganz einfache Buchtenmanöver mit Landleinen legen. Aber auch das meisterte unsere Truppe mit Ruhe und Übersicht. Viel zu schnell hiess es wieder Abschied nehmen und zu unserem Ausgangshafen Pula zurückzukehren. Die Wetterprognosen verkündeten nichts Gutes, zuerst Südwind, danach die gefürchtete und häufig nasse Bora aus Nordosten! Aber was ist ein Skippertraining ohne diesen Programmpunkt, mental gut vorbereitet machten wir uns auf dem Weg und siehe da, pünktlich gemäss Wetterbericht kam die Bora, allerdings zum Glück nicht nass sondern "nur" windig. Bei guten 30 bis gegen 40 Konten Wind konnte auch dieser Programmpunkt inkl. Segelreffen etc. sehr gut geübt werden. Etwas müde aber glücklich erreichten wir im Lauf des Nachmittags die Marina Veruda (Pula). Wer jetzt meint wir wären fertig sah sich getäuscht! Bei böigen Windverhältnissen im Hafen mit z.T. über 40 Knoten Wind übten wir nochmals Boxenfahren u.a. mehr. Stegnachbarn die uns gut gemeint Leinen halten wollten schüttelten nur den Kopf ob der aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbaren Übungen, waren sie doch alle heilfroh irgendwo festgemacht zu haben! Eine überaus geglückte Woche ist am Samstagmorgen zu Ende gegangen. Ich wurde gefordert, hatte aber nie das Gefühl überfordert zu werden. Die absolut souveräne Leitung durch Wolfgang sucht seinesgleichen, herzlichen Dank für deine ruhige und überlegte Art!

 

 

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